Benchmarking - Acht Gründe warum Sie sich mit anderen Unternehmen austauschen sollten

Gründe und Vorteile für einen Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen

Täglich treffen sich weltweit Unternehmen zu Benchmarks um Erfahrungen auszutauschen. Es um Best Practices zu Prozessen, IT-Systemen, Strategien, Herstellungsverfahren und vieles mehr. Viele Aufgaben sind über Firmengrenzen hinweg gleich und stellen Herausforderungen an alle Unternehmungen: Rechnungswesen, IT-Management oder Qualitätsmanagement sind nur einige Beispiele. Warum sich also nicht mal unterhalten?

Schließlich fragt man zuhause ja auch den Nachbarn, welche Erfahrungen er mit dem neuen Rasenmäherroboter gemacht hat, um dann zu entscheiden, ob man ihn auch kaufen sollte oder nicht.

Meistens wird ein solcher Austausch über das private Netzwerk der Teilnehmer oder durch zufällige Treffen auf Konferenzen initiiert. Die beiden Parteien treffen sich in den Räumlichkeiten einer Seite. Neben einer kurzen Führung stellt man sich typischer Weise gegenseitig die eigenen Prozesse, IT-Systeme oder anderen Aspekte von Interesse vor. Man  geht auf die besonderen Erfahrungen ein und beantwortet sich gegenseitig Fragen.

Das ganze dauert im Normalfall ca. einen halben bis einen Tag, an dem man selbst nicht produktiv sein kann. Zusätzlich bringt der Austausch mindestens für eine Partei noch Reiseaufwand mit sich. Wer die Zeit effektiv nutzen will, hat sich vorher auch noch vorbereitet und fasst im Nachgang alle Erkenntnisse zusammen. Alles in allem ist so ein Erfahrungsaustausch also auch immer mit Aufwand verbunden. Was sind also die Gründe, dass trotzdem immer wieder Unternehmen gerne bereit sind diesen Aufwand in Kauf zu nehmen?

1. Inspiration - Viele Unternehmen verlieren sich schnell in Ihren eigenen Abläufen und Problemen. Mal einen Tag eine andere Umgebung zu sehen, von anderen Problemen zu hören und über erprobte Lösungsansätze zu sprechen, hilft regelmäßig die eigenen Herausforderungen mit neuem Elan und Ansätzen anzugehen.

2. Voneinander lernen - Die meisten Herausforderungen wurden bereits von anderen Unternehmen gelöst. Da liegt es nahe die Lösungen,Best Practices und Erfahrungen zu besprechen und so schneller zu einem Ergebnis zu kommen oder gängige Fehler zu vermeiden. 

3. Unabhängige Meinungen - Eine Meinung und ein Lösungsvorschlag kann man durch Beratungsunterstützung einkaufen. Doch hier bleibt es bei einer Meinung von jemanden der einem schließlich am Ende des Tages etwas verkaufen will, nämlich seine Zeit. Daher ist es nicht verkehrt in einer Austauschrunde die Meinungen von anderen Experten zuhören, die vollständig unabhängig sind.

4. Feedback - Der eigene Chef ist zwar zufrieden mit der eigenen Arbeit. Aber wirklich schätzen kann er sie im Detail nicht, da er gar nicht so tief drin steckt. Daher ist es gut, sich mit Experten auf dem selben Level auszutauschen und eine Einschätzung zu erlangen, an welchen Stellen man eher vorne und an welchen eher hinten dabei ist. Und wer freut sich nicht zu sehen, weiter zu sein als andere.

5. Netzwerk vergrößern - Ein großes Netzwerk ist nie verkehrt. Und sobald man sich einmal persönlich getroffen hat und mit der einen oder anderen Information gegenseitig weiterhelfen konnte, ist es beim nächsten mal auch viel leichter kurz nachzufragen, ob das Gegenüber nicht auch für das neue Problem einen Lösungsansatz bereits in der Tasche hat.

6. Kosten sparen - Besonders das eigene Budget ist häufig ein wichtiger Grund, warum Erfahrungsaustausche gerne gemacht werden. Alternativen eine anstehende Herausforderung zu lösen, sind stark beschränkt. Zum einen kann man versuchen es mit den eigenen internen Ressourcen zu lösen. Je nach den Fähigkeiten und Erfahrungen der eigenen Mitarbeiter fällt dann die Lösung besser oder schlechter aus. Auf jedenfall frisst sie die eigenen Kapazitäten. Alternativ kann man sich extern von Experten unterstützen lassen. Hier wird das Budget in Mitleidenschaft gezogen. Ein Erfahrungsaustausch bietet einen guten Kompromiss, die Expertise von anderen Unternehmen kostenlos einzuholen und die Umsetzung dann selbst intern durchzuführen. 

7. Erfahrungen nach der Projektumsetzung - Bleiben wir bei der externen Unterstützung. Meistens wird diese für die Dauer der Projektumsetzung zur Hilfe gezogen. Sobald das Projekt dann abgeschlossen ist, kümmert sich der Auftraggeber allein um den Betrieb. Ein entsprechender Austausch bietet die Möglichkeit auch diese Erfahrungen mit abzufragen.

8. Rechtfertigung und Reputation - Wer kennt es nicht. Es steht eine Veränderung an und der Chef tut sich schwer mit der Genehmigung der Projektanfrage, weil er sich nicht ganz sicher ist, ob das angestrebte Vorgehen wirklich das Richtige ist. In diesem Fall hilft es immer, wenn es eine Referenz gibt, an der belegt werden kann, dass der Lösungsweg funktioniert. Und wenn diese dann auch noch von einem namhaften Unternehmen kommt, umso besser.